Vorstellungsgespräch
Fragen im Vorstellungsgespräch für Managerjobs
Inhalt
1. Einführung: Das Vorstellungsgespräch
2. Die häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch
3. Die häufigsten Fragen für Managerjobs
Testtraining: So knacken Sie Einstellungstests
So kontern Sie Fragen für Führungspositionen im Bewerbungsgespräch
Sie haben sich auf eine Führungsposition beworben? Dann stellen Sie sich auf zusätzliche Fragen und hartnäckigere Gesprächspartner ein:
Warum wurden Sie bisher nicht befördert? Was stand Ihrer Karriere bisher im Weg?
Gute Antwort: Bei uns im Unternehmen wird Lean Management angewendet, d.h. es gibt kaum Hierarchien, dafür aber eine fachliche Karriere. Oder: Führungskräfte werden bei uns in der Abteilung nur von außen besetzt. Oder: In der Personalabteilung wird die Personalentwicklung nicht gerade groß geschrieben. Die meisten Stellen sind seit Jahren fest besetzt - es gibt wenig Fluktuation. Andere Antwort: In Ihrer Arbeitsgruppe haben Sie alles erreicht, was möglich war. Für eine Management-Position müssten Sie nun das Thema / Team / Standort wechseln - was Sie aber nicht möchten.
Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?
Auf jeden Fall kollegial und team-orientiert. Aber Sie behalten dabei immer das Ziel im Auge. Sie sind ein Organisationstalent und können auch zuhören. Wenn es nötig wird, greifen Sie durch. Bei einer Führungsposition mit hochqualifizierten Mitarbeitern: Sie sehen Führung aber auch als Dienstleistung für Ihre Mitarbeiter, wollen dem Team helfen, besser zu werden (z.B. durch Coaching) und achten auf ein gutes Klima. Dieses stellen Sie durch Zuhören, Anerkennung und eine offene Kommunikation her.
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Was war die schwierigste Situation in Ihrem Team bisher? Wie sind Sie damit umgegangen?
Schildern Sie eine Situation, die Ihre Entschlossenheit unter Beweis stellt, z.B. Sie mussten jemanden in der Probezeit kündigen, weil die Leistung einfach nicht stimmte. Vielleicht hatten Sie am Anfang auch Schwierigkeiten dabei, Aufgaben zu delegieren.
Wie verschaffen Sie sich als Manager Respekt?
In erster Linie, weil Sie eine Vorbildfunktion einnehmen und zuhören können. Aber auch, weil Sie die Mitarbeiter coachen können und dem Team helfen, besser zu werden. Wenn Sie eine Entscheidung treffen, dann ist sie gut durchdacht und entweder mit dem Team besprochen oder aber dem Team zumindest genau erklärt worden. Außerdem sorgen Sie für die konsequente Umsetzung. Ihr konsequentes Vorgehen wird allgemein geachtet.
Tipp 7: Untermauern Sie Ihre Antworten mit Beispielen und Ihren bisherigen Erfahrungen.
Empfehlenswert ist es, wenn Sie Ihre Antworten mit Ihrem Lebenslauf und bisherigen beruflichen
Erfahrungen zu untermauern können, z.B.
...so bin ich erzogen worden
...das habe ich nie anders kennen gelernt
...das hat sich bei mir schon früh gezeigt
...darum habe ich mich damals auch für XYZ entschieden
Umgang mit Schwächen
Sie wissen keine Antwort? Der Gesprächspartner hat einen schwachen Punkt entdeckt? Dann sollten Sie ihn mit Ihrer Offenheit entwaffnen. Sagen Sie einfach 'Darüber muss ich erst gründlich nachdenken' (wichtig: Lachen Sie dabei und sehen Sie dem Gesprächspartner fest in die Augen). Sie unterstreichen damit Zweierlei: 1. Sie denken offenbar erst nach, bevor Sie etwas (zu)sagen. Und Sie gehen mit kritischen Punkten offen um.
Machen Sie eine Schwäche zur Stärke: Ein Bewerber wurde einmal gefragt, ob er die aktuelle Forschung zu einem Thema kennt. Er antwortet sehr selbstbewusst: "Nein, kenne ich nicht - und deshalb kann ich völlig offen an das Thema herangehen."
Nach solchen Antworten entsteht oft eine unangenehme Pause. Überbrücken Sie sie und stellen Sie ihrerseits eine Frage. Fragen Sie z.B.: "Beantwortet das Ihre Frage?" oder "Sehen Sie darin ein Problem?" oder "Haben Sie weitere Fragen?" oder "Sie denken noch nach, da kann ich einen Schluck trinken"
Tipp 8: Gehen Sie offensiv mit Schwächen um. Überlegen Sie sich, wie Sie unangenehme Gesprächspausen überbrücken.
Schlagfertigkeit
Schlagfertigkeit und Redegewandtheit sind das Ergebnis von originellen Floskeln, Schnelligkeit und dem richtigen Gesichtsausdruck. Einige Floskeln sollten Sie einfach "draufhaben":
- Ihnen fehlt Erfahrung / eine Qualifikation... Sie antworten: Da bin ich völlig offen / vorurteilsfrei / unbelastet! Oder: Ich sehe darin kein Problem - ist es eines für Sie?
- Sie wissen eine Antwort nicht... Sie beginnen den Satz mit "Das habe ich ja schon gesagt - und dann monologisieren sie so lange, bis der Fragesteller die Frage vergessen hat.
- Es entsteht eine unangenehme Pause... Sie antworten: Sie schweigen! Darf ich das als Zustimmung deuten?
- Sie haben sich versprochen... Sie antworten: Oh, das war wohl ein Freudscher Versprecher.
- Sie werden unterbrochen... Sie antworten: Das ist jetzt wichtig - das würde ich daher gerne noch zu Ende führen. Ihre andere Frage beantworte ich gleich...
- Sie haben etwas nicht verstanden... Sie fragen nach: "Heißt dass, Sie meinen..." oder "Wenn ich Sie richtig verstehe, dann glauben Sie..."
- Sie haben nicht aufgepasst / brauchen mehr Zeit... Sie antworten: Ich war eben noch bei Ihrer anderen Frage. Können Sie Ihre Frage bitte nochmal wiederholen?
- Abschied... Sie sagen "Ist die Zeit schon rum? Das Gespräch hätte ich gerne noch weitergeführt."
Andere Floskeln:
- Hinterher ist man immer schlauer / In der damaligen Situation war das genau die richtige Entscheidung
- Darf ich eine Gegenfrage stellen? Ist das wirklich so ein Problem...
- Darüber müsste ich mal nachdenken / das kann ich so schnell nicht sagen
Tipp 9: Beeindrucken Sie Ihren Gesprächspartner beiläufig mit Fakten, Namen und Zahlen.
Versuchen Sie Ihren Gesprächspartner während des ganzen Gesprächs gezielt zu beeindrucken. Dazu sollten Sie vorher einige Fakten, Namen und Zahlen recherchiert haben. Lassen Sie diese beiläufig immer wieder fallen. So wirken Sie zugleich kompetent und souverän.
Das Gesprächsende
Gesprächsteilnehmer erinnern sich oft nur noch an den Gesprächsanfang und an das Ende. Das Ende ist daher sehr wichtig und wird vom Personaler häufig mit der Frage: "Was möchten Sie denn jetzt von uns noch wissen?" eingeleitet.
Jetzt sollten Sie keinen Fehler mehr machen. Vermeiden Sie jetzt vorschnelle Fragen nach dem Motto "Wie viele Urlaubstage gibt es?" Finden Sie einen positiven Abschluss und vergessen Sie nicht, sich zu bedanken, z.B.:
Danke. Ich habe jetzt ein umfassendes Bild von der Stelle und weiß, dass ich mich auf die richtige Stelle beworben habe. Sollten sich noch Fragen ergeben, können wir die ja auch später noch klären.
Tipp 10: Achten Sie auf ein positives Gesprächsende. Sprechen Sie Gemeinsamkeiten an.
Verlassen Sie nicht zu schnell den Raum, sondern suchen Sie noch den persönlichen Kontakt bzw. das persönliche Gespräch mit Ihrem Gesprächspartner. Versuchen Sie Gemeinsamkeiten anzusprechen, z.B. ein gemeinsames Hobby.
Zurück zum 2. Teil: Die häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch...
Test-Training: Eignen Sie sich für Führungspositionen?
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